Altenpflege: Beruf
& Aufgaben
Die Altenpflege umfasst die Pflege und Betreuung älterer Menschen — im Pflegeheim und in der ambulanten Pflege. Eine eigene Altenpflegeausbildung gibt es seit 2020 nicht mehr; der Weg führt heute über die generalistische Pflegeausbildung.
Altenpflege
Die Altenpflege ist eines der wichtigsten Berufsfelder unserer Zeit. Die Bevölkerung wird älter, und damit wächst der Bedarf an Menschen, die ältere Pflegebedürftige professionell begleiten. Wer in der Altenpflege arbeiten möchte, sollte aber wissen, dass sich der Weg in den Beruf seit 2020 grundlegend verändert hat. Einen Überblick über die Berufe finden Sie auf der Seite zu den Pflegeberufen. Auf pflegede.com erklären wir Ihnen alles verständlich.
Was bedeutet Altenpflege?
Altenpflege bezeichnet die pflegerische Versorgung und Betreuung älterer Menschen. Sie findet vor allem in der stationären Pflege im Pflegeheim, in der ambulanten Pflege zu Hause und in der Tagespflege statt. Im Mittelpunkt steht nicht nur die körperliche Pflege, sondern der ganze Mensch mit seiner Lebensgeschichte, seinen Wünschen und seinem sozialen Umfeld. Anders als die Krankenpflege, die stärker auf die medizinische Versorgung im Krankenhaus ausgerichtet ist, begleitet die Altenpflege Menschen oft über lange Zeit.
Welche Aufgaben hat eine Altenpflegekraft?
Körperbezogene Pflege Unterstützung bei Körperhygiene, Ernährung und Mobilität.
Medizinische Aufgaben Wundversorgung, Medikamentengabe und Zusammenarbeit mit Ärzten — je nach Qualifikation.
Betreuung & Begleitung Gespräche, Beschäftigung und Förderung sozialer Kontakte.
Organisation Pflegeplanung, Dokumentation und Beratung der Angehörigen.
Wie wird man heute Altenpflegerin oder Altenpfleger?
Hier liegt die größte Veränderung. Bis Ende 2019 gab es eine eigenständige dreijährige Ausbildung zur Altenpflegerin oder zum Altenpfleger. Mit dem Pflegeberufegesetz wurde sie zum 1. Januar 2020 in die neue generalistische Pflegeausbildung überführt. Heute starten alle Auszubildenden gemeinsam mit dem Ziel Pflegefachfrau oder Pflegefachmann.
Wer den Schwerpunkt auf die Pflege älterer Menschen legen möchte, wählt einen Vertiefungseinsatz in der Langzeitpflege. Vor dem letzten Ausbildungsdrittel besteht dann ein Wahlrecht: Man kann die generalistische Ausbildung fortsetzen oder unter den gesetzlichen Voraussetzungen einen gesonderten Abschluss als Altenpflegerin oder Altenpfleger erwerben.
Die Zukunft des gesonderten Abschlusses
Fast alle Auszubildenden wählen den generalistischen Abschluss, weil er in allen Pflegebereichen flexibel einsetzbar ist und die Grundlage für die EU-weite Anerkennung bildet. Der gesonderte Altenpflegeabschluss wird nur sehr selten gewählt und muss im EU-Ausland im Einzelfall geprüft werden. Ein Regierungsbericht aus dem Jahr 2026 kommt zu dem Ergebnis, dass diese Abschlüsse kaum noch gewählt werden. Ob sie bestehen bleiben, entscheidet der Bundestag.
Altenpflegehelferin und Altenpflegehelfer
Neben der dreijährigen Fachkraftausbildung gibt es die Ausbildung zur Altenpflegehelferin oder zum Altenpflegehelfer. Sie dauert je nach Bundesland ein bis zwei Jahre und ist landesrechtlich geregelt. Pflegehelferinnen und Pflegehelfer unterstützen die Fachkräfte bei der Grundpflege und im Alltag. Die Helferausbildung ist außerdem ein guter Einstieg, denn sie kann später auf die Fachkraftausbildung angerechnet werden.
Aussichten in der Altenpflege
Die Aussichten sind ausgesprochen gut. Durch den demografischen Wandel steigt die Zahl pflegebedürftiger Menschen kontinuierlich, während gleichzeitig Fachkräfte fehlen. Wer in der Altenpflege ausgebildet ist, hat daher sehr sichere Berufsaussichten und vielfältige Wege der Weiterentwicklung — Fachweiterbildungen (etwa Gerontopsychiatrie oder Palliativpflege) sowie der Aufstieg in die Pflegedienst- oder Einrichtungsleitung. Mehr dazu auf der Seite zu den Weiterbildungen. Was man verdient, zeigt die Seite zum Gehalt in der Pflege.
Häufige Fragen zur Altenpflege
Gibt es noch eine eigene Altenpflegeausbildung?
Was ist der Unterschied zwischen Altenpflege und Krankenpflege?
Lohnt sich der gesonderte Altenpflegeabschluss?
Welcher Schulabschluss wird für die Ausbildung gebraucht?
Die Altenpflege ist ein sinnstiftendes Berufsfeld mit sehr sicheren Zukunftsaussichten. Der Weg führt heute über die generalistische Pflegeausbildung, die in allen Bereichen einsetzbar macht und einen Schwerpunkt auf ältere Menschen erlaubt. Wer Freude an der Begleitung von Menschen hat, findet hier eine erfüllende Aufgabe.
Die Angaben beruhen auf den folgenden offiziellen Quellen. Stand der Prüfung: Juni 2026.
- Bundesgesundheitsministerium: Pflegeberufegesetz und FAQ — bundesgesundheitsministerium.de (abgerufen am 24. Juni 2026).
- Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend: Neue Pflegeausbildungen — bmfsfj.de (abgerufen am 24. Juni 2026).
- Bundesministerium der Justiz: Pflegeberufegesetz (PflBG), §§58 bis 62 — gesetze-im-internet.de (abgerufen am 24. Juni 2026).