Gehalt in der Pflege: Was man
verdient
Das Gehalt hängt vor allem von der Qualifikation ab. Examinierte Pflegefachkräfte verdienen häufig rund 3.900 bis 4.100 Euro brutto im Monat, Pflegehilfskräfte meist deutlich weniger. Tarifbindung, Region und Berufserfahrung machen einen großen Unterschied.
Gehalt 2026
Die Vergütung in der Pflege hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert: Der Pflegemindestlohn ist mehrfach gestiegen, und in tarifgebundenen Einrichtungen sind die Gehälter deutlich gewachsen. Wie viel man konkret verdient, hängt aber stark von der Qualifikation, dem Arbeitgeber und der Region ab. Wie man in den Beruf kommt, lesen Sie auf der Seite zur Pflegeausbildung. pflegede.com erklärt Ihnen alles verständlich.
Der Pflegemindestlohn als Untergrenze
Seit dem 1. Juli 2025 gelten bundesweit nach Qualifikation gestaffelte Pflegemindestlöhne. Die Übersicht zeigt die aktuellen Stufen und die nächste Erhöhung zum 1. Juli 2026.
| Qualifikation | seit 1. Juli 2025 | ab 1. Juli 2026 |
|---|---|---|
| Pflegehilfskräfte | 16,10 € pro Stunde | 16,52 € pro Stunde |
| Qualifizierte Pflegehilfskräfte | 17,35 € pro Stunde | 17,80 € pro Stunde |
| Pflegefachkräfte | 20,50 € pro Stunde | 21,03 € pro Stunde |
Was verdient eine Pflegefachkraft?
Eine Pflegefachkraft verdient — abhängig von Arbeitgeber, Tarifvertrag, Region und Berufserfahrung — häufig rund 3.900 bis 4.100 Euro brutto im Monat. Zum Berufseinstieg liegen die Gehälter häufig unter diesem Wert. Mit Berufserfahrung, Fachweiterbildungen und Schichtzulagen sind auch deutlich höhere Bruttogehälter möglich. Im öffentlichen Dienst (TVöD-P) steigen Pflegefachkräfte automatisch mit der Berufsdauer in höhere Stufen auf.
Was verdient eine Pflegehilfskraft?
Pflegehilfskräfte verdienen — abhängig von Qualifikation, Region und Arbeitgeber — häufig zwischen etwa 2.600 und 2.700 Euro brutto im Monat. Damit verdient eine examinierte Pflegefachkraft im Schnitt rund 1.000 bis 1.500 Euro brutto mehr im Monat als eine Pflegehilfskraft. Genau dieser Unterschied ist für viele ein Grund, sich über eine Ausbildung oder eine Weiterbildung zur Fachkraft zu qualifizieren.
Was beeinflusst das Gehalt?
- Qualifikation Dreijährige Ausbildung und Fachweiterbildungen bringen deutlich mehr als eine Helfertätigkeit.
- Tarifbindung Öffentlicher Dienst, kirchliche Träger und große Wohlfahrtsverbände zahlen oft besser.
- Region In manchen Bundesländern und Ballungsräumen wird mehr gezahlt.
- Berufserfahrung Mit den Jahren steigt das Gehalt — im Tarif automatisch über feste Stufen.
- Zuschläge Für Schicht-, Nacht-, Sonn- und Feiertagsarbeit — teils steuerlich begünstigt.
Mehr verdienen durch Weiterbildung
Wer sein Einkommen steigern möchte, kann dies durch Fachweiterbildungen oder Leitungsfunktionen erreichen. Eine Fachweiterbildung (z. B. Intensivpflege, OP oder Gerontopsychiatrie) hebt das Gehalt deutlich an. Auch der Schritt in die Leitung — als Stations- oder Pflegedienstleitung — lohnt sich finanziell. Welche Wege es gibt, lesen Sie auf der Seite zu den Weiterbildungen.
Häufige Fragen zum Gehalt in der Pflege
Wie viel verdient man als Pflegefachkraft?
Wie hoch ist der Pflegemindestlohn?
Verdient man im Krankenhaus mehr als in der Altenpflege?
Lohnt sich eine Weiterbildung finanziell?
Die Vergütung in der Pflege ist in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Das tatsächliche Gehalt hängt von Qualifikation, Tarifvertrag, Arbeitgeber, Region und Berufserfahrung ab. Wer sich weiterbildet, kann sein Gehalt zusätzlich steigern.
Die Angaben beruhen auf den folgenden offiziellen Quellen. Stand der Prüfung: Juni 2026.
- Bundesregierung: Mindestlohn in der Altenpflege (7. Pflegearbeitsbedingungenverordnung) — bundesregierung.de (abgerufen am 24. Juni 2026).
- Bundesministerium für Arbeit und Soziales: Pflegemindestlohn — bmas.de (abgerufen am 24. Juni 2026).
- Statistisches Bundesamt: Verdienste im Gesundheits- und Pflegebereich — destatis.de (abgerufen am 24. Juni 2026).